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Auszüge zu Jeanne D.

 

Chancen und Grenzen der Jugendhilfe im Spannungsfeld Rechtsextremismus

Wissensquiz zum Thema Rechtsextremismus

• Iris Niemeyer, Sozialpädagogin; arbeitete als NPD-Mitglied in einem Kinder- und Jugendzentrum in Rheine; verlor 2007 aufgrund ihrer politischen Gesinnung ihre Anstellung; gewann den Prozess vor dem Arbeitsgericht; Märtyrerin der NPD „Jeanne D.“; Gründung einer Organisation für politisch verfolgte Frauen . (Jugendkonferenz des Landkreises Bautzen, Arbeitsgruppe 7, (2009): Chancen und Grenzen der Jugendhilfe im Spannungsfeld Rechtsextremismus)

 

Braune Schwestern - Die Frauen in der Neonazi-Szene

"Vor kurzem hat sich eine neue Frauen-Organisation gegründet. Sie nennt sich Jeanne d`Arc, eine Selbsthilfegruppe politisch verfolgter Frauen, in Zeiten des "BRD-Regimes. Hier kann man lesen: Wer sich selbstverständlich mit seiner deutschen Herkunft identifiziert und konstruktiv auseinandersetzt, wird ausgegrenzt. Die meisten wollen das aus Angst nicht wahrhaben und machen sich lieber zu Handlangern ihrer Verfolger, indem sie sich als empörte Gutmenschen in ihre Doppelhaushälften zurückziehen. Jeanne d`Arc wehrt sich. Jeanne d`Arc liebt ihre Heimat und überlässt keinem - der dies nicht tut und sich seiner Heimat nicht verpflichtet fühlt - kampflos das Feld. Mitinitiatorin ist Iris Niemeyer, eine Kindergärtnerin aus Rheine und dort aktives NPD-Mitglied, die wegen ihrer politischen Aktivitäten fristlos entlassen wurde. Sie holte sich Rat im Internet, in einem Juristen-Forum und trat damit eine Diskussion darüber los, ob und wann man wegen Parteizugehörigkeit oder Angehörigkeit in einer rechtsextremen Organisation sanktioniert werden kann. Diese Frage müssen sich aktuell immer mehr Familiengerichte stellen. Denn auch "nationale Ehen" sind nicht unbedingt für die Ewigkeit geschlossen. Kann dem rechtsextremen Partner das Umgangsrecht untersagt beziehungsweise das Sorgerecht entzogen werden? Viele Frauen, aber auch Männer, die aus der Szene aussteigen wollen, haben vor Gericht noch keine Antwort darauf bekommen." (Knigge, A. (2008): Braune Schwestern - Die Frauen in der Neonazi-Szene, Interview) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/760057/

 

Standpunkte 2008 - Strategien gegen den modernen Rechtsextremismus

Baustein 4: Rechtsextreme Handlungs- und Orientierungsmuster von Mädchen und jungen Frauen. Wie kann in Berlin präventiv gegen diese Entwicklungen angegangen werden?

"Bei den aktuellen Entwicklungen seit 2006 sind vor allem drei Organisationen hervorzuheben: Interessant ist auch die Gründung von der Organisation Jeanne d’Arc, die sich bereits wieder in Jeanne Deutschland umbenannt hat. Diese Gruppierung versteht sich selber als „Selbsthilfegruppe politisch verfolgter Frauen in Zeiten der BRD“. Sie hat sich gegründet, weil rechtsextreme Frauen, die in pädagogischen Bereichen aktiv waren, nachdem ihre Aktivitäten für die NPD bekannt wurden, den Job verloren oder Aufträge eingebüßt haben. Die Anhängerinnen von Jeanne Deutschland plädieren dafür, dass sie ein Recht haben, weiterhin in pädagogischen Berufen tätig zu bleiben und mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Es gibt zahlreiche Beispiele von rechtsextremen Frauen, die in pädagogischen Bereichen tätig waren bzw. immer noch sind. Die Spannbreite von „unpolitischen“ Bereichen, sich erst einmal unbemerkt gesellschaftlich zu engagieren, reichen von Sportstätten, über Kindergärten bis hin zu Kinder- und Jugendzentren. Sigrid Schüßler und Iris Niemeyer, beide NPD-Anhängerinnen, haben aufgrund ausgrenzender Erfahrungen in ihrer pädagogischen Tätigkeit die Selbsthilfegruppe Jeanne Deutschland, eine Organisation für „politisch Verfolgte“ (Pädagogen), gegründet." (Kenzo, R., Döhring, K., Lehnert, E. (2008): Friedrich-Ebert-Stiftung, Standpunkte 2008 - Strategien gegen den modernen Rechtsextremismus, S. 2, S. 12) www.fes-forumberlin.de/BerlinPolitik/pdf/Protokoll_24.06.2008.pdf

 

Die sanfte Seite des Rechtsextremismus?

Iris Niemeyer

"Nach ihrem Diplomstudium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Münster arbeitete die 33-Jährige als Leiterin des Kinderbereichs im Katholischen Kinder- und Jugendzentrum "H.O.T. - Alte Dame" im Stadtteil Rheine-Mesum. Politisch äußerte sich die junge Frau dort selten, durch ihr Aussehen und Auftreten hileten die MitarbeiterInnen des Jugendzentrums Iris Niemeyer für "eher linksalternativ". Niemand in der Einrichtung wäre auf die Idee gekommen, dass es sich bei ihr um eine seit Jahren in der NPD aktive Rechtsextreme handelt. Umso erschrockener waren die MitarbeiterInnen, als im Herbst 2007 Fotos in einer an das Jugendzentrum gerichteten E-Mail Niemeyer als Aktivistin an einem Stand der rechtsextremen Organisation "Ring Nationaler Frauen" (RNF) zeigten. Noch am selben Tag forderten die KollegInnen sie auf, sich von ihrem Engagement in NPD und RNF zu äußern, und konfrontierten sie mit der Unvereinbarkeit des demokratisch-pädagogischen Werteverständnisses der Einrichtung mit dem NPD-Parteiprogramm. Sich innerhalb der Einrichtungen zu ihren rechtsextremen Einstellungen zu bekennen, hatte Niemeyer bis zu diesem Zeitpunkt nicht für notwendig gehalten - von ihren politischen Aktivitäten und Inhalten distanzierten wollte sie sich nicht. Das Angebot der MitarbeiterInnen, über alles zu reden, sofern sie sich von der Partei abkehre, schlug sie aus. Ihr wurde fristlos gekündigt. Nach einer Rechtsbelehrung durch die NPD zog Iris Niemeyer dagegen vor Gericht und bekam in erster Instanz Recht. Der Träger der Kinder- und Jugend-Freizeiteinrichtung, das Katholische Jugendwerk Mesum e.V., willigte daraufhin in einen Vergleich in Höhe eines Monatslohnes ein. Nur Wochen nach ihrer Entlassung ließ sich Iris Niemeyer zur Vorsitzenden des neu gegründeten Ortsverbands Rheine wählen. Sie engagiert sich bis heute beim Aufbau von NPD- und RNF-Strukturen in Nordrhein-Westfalen und ist eine der Gründerinnen der rechtsextremen Frauengruppe "Jeanne D."." (Lang, J. (2009): Die sanfte Seite des Rechtsextremismus, Teil 2)

 

Rechtsextremistische Frauennetzwerke

"Erstes Fazit: Die Klischees stimmen nicht mehr. Rechte Frauen sind "mitten unter uns" und sehen aus "wie wir". Sie sind Pädagoginnen, sie bieten Mütterstammtische an, sie kleiden sich "normal"."

"Zweites Fazit: Frauen in der extremen Rechten organisieren sich zunehmend selbst. Die Bündelung ihrer Aktivitäten hat seit den 90er Jahren erheblich zugenommen. Sie sind noch lange keine Mehrheit unter den Neonazis, aber haben ihren Anteil im Bundesvorstand der NDP zum Beispiel stark erhöht."

"Drittes Fazit: Wir wissen noch zu wenig über Frauen in rechtsextremistischen Netzwerken. Es gibt keine ausreichende Finanzierung professioneller kontinuierlicher Forschung, die Verfassungsschutzberichte sind weder geschlechtsspezifisch noch so tiefgründig, dass man damit was anfangen könnte. Deutschland ist mit seinen vielfältigen rechtsradikalen Frauenorganisationen (z.B. Gemeinschaft Deutscher Frauen, Ring Nationaler Frauen [RNF], Jeanne D.) Vorreiterstaat für alle anderen Länder." (Kenzo, R. (2008): Rechtsextremistische Frauennetzwerke, Tages-Seminar) http://frauen-hamburg.verdi.de/frauen_rechts/rechtsextremistische_frauennetzwerke

 

Neonazis in Nadelstreifen

Eine andere Selbsthilfegruppe wurde schon 2007 geplant: Jeanne D. (Deutschland). Sigrid Schüßler aus Franken und Iris Niemeyer aus Rheine in Nordrhein-Westfalen gründeten diese "Solidaritätsorganisation" für "politisch verfolgte Frauen aus dem nationalen Spektrum". Der Grund: Auch Frauen erfahren, wenn sie für die NPD offen auftreten, verstärkt gesellschaftlichen Widerspruch, verlieren Arbeit und Jobs. Über laufende Aktivitäten will Schüßler aus Karlstein am Main sich nicht äußern. "Wir behandeln das sehr diskret", betont die 37-Jährige gegenüber der "tageszeitung". In dem bayerischen Ort unterhält die Diplomschauspielerin das Theater Hollerbusch. Mit ihrem Programm für Kinder tritt sie nicht bloß bei der NPD auf. Auch Schulen, Kindergärten und Büchereien buchen sie. Im Selbstverständnis erklärte Jeanne D. (Deutschland) Anfang 2008, auch die "politische Verfolgung" dokumentieren und eine "Orientierungshilfe" für rechtliche Ansprüche veröffentlichen zu wollen. Sie versprechen "nicht nur psychologische, sondern auch politische Unterstützung" zu leisten. Nötige Ansprechpartner, etwas Rechtsanwälte, würden vermittelt. Eigentlich hatten die Damen als Gruppennamen "Jeanne d`Arc" gewählt gehabt. Aber eine französische Nationalheldin als Vorbild für eine deutsche Selbsthilfegruppe, das war NPD und Freien Kameradschaften unerträglich. Der Name wurde prompt geändert." (Speit, A., Röpke, A.  (2009): Neonazis in Nadelstreifen, S. 140)

 

Innenminister berichtet über Frauen in der rechtsextremen Szene Sachsen-Anhalts

"Innenminister hat im Rahmen der monatlichen Berichterstattung im Kabinett zur Entwicklung des Rechtsextremismus über Frauen in der sachsen-anhaltischen Szene informiert. „Rechtsextremismus ist heute kein reines Männerphänomen mehr, wird aber immer noch von Männern dominiert“, sagte Hövelmann. „Frauen spielen als Akteurinnen im rechtsextremen Feld noch eine untergeordnete Rolle. In Sachsen-Anhalt ist ihre Zahl sehr gering. Allerdings werden Frauen bundesweit von rechtsextremen Parteien und Organisationen zunehmend als Zielgruppe – potentielle Wählerinnen und Mitglieder – erkannt. Deshalb werden wir diese Entwicklung aufmerksam verfolgen. Einer weiteren Internetmeldung des RNF ist zu entnehmen, dass unter der Rubrik „Frauen die sich trauen“, die Selbsthilfegruppe „Jeanne D.“ für „politisch verfolgte Frauen in Zeiten der BRD“ gegründet wurde. Die Selbsthilfegruppe „Jeanne D.“ (Jeanne Deutschland) versteht sich als Unterstützer der Deutschen, „die sich national oder patriotisch in BRDeutschland für ihre Heimat engagieren“ und mit „Lügen und Falschdarstellungen öffentlich diffamiert“ wurden. Auch diese Selbsthilfegruppe präsentiert sich mit einer eigenen Homepage im Internet." (Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr.: 263/09) http://www.asp.sachsenanhalt.de/presseapp/data/stk/2009/263_2009_48930d15d3c66c54a3d5b5f33e087030.htm

 

Unter Linken - Ein Mann sieht rot - Von einem, der aus Versehen konservativ wurde

"Selbst rechtsextreme Frauen, die wegen ihrer Gesinnung berufliche Nachteile befürchten oder erleiden, haben inzwischen eine „Solidaritätsorganisation“, an die sie sich wenden können. Seit vergangenem Jahr gibt es für „politisch verfolgte Frauen aus dem nationalen Spektrum“ die Selbsthilfegruppe „Jeanne D.“, die „Opfern politischer Willkür“ über das Internet psychosoziale Hilfe, Beratung und Rechtsbeistand bietet: „Das soziale und politische Engagement ist von hoher Bedeutung, um betroffenen Frauen Mut zuzusprechen“, heißt es tongenau in der Selbstdarstellung: „Wir möchten der Bevölkerung aufzeigen, was uns innerhalb eines demokratischen Systems widerfuhr. Wir möchten Politiker, Juristen und mögliche Förderer auf uns aufmerksam machen, um eine Einflussnahme auf die Gesellschaft und die Politik zu nehmen.“ (Fleischhauer, J. (2009): Unter Linken - Ein Mann sieht rot - Von einem, der aus Versehen konservativ wurde, S. 3)

 

Der bürgerliche Anstrich

"Ebenso im katholischen Jugend Zentrum in Rheine – Mesum. Dort arbeitete die NPD Aktivistin Iris Niemeyer als Erzieherin. Nebenher engagiert sie sich jahrelang in der rechtsextremen Szene und ist nach wie vor Mitglied der NPD. Im Zentrum, das Jugendlichen demokratische Werte vermitteln will und wo ausländische Kinder ein - und ausgehen, wurde Frau Niemeyer sogar angeboten, sie weiter zu beschäftigen, falls sie sich von der Partei distanziere. Iris Niemeyer entschied sich für die NPD." (Trautmann, J. (2008): Der bürgerliche Anstrich)

 

Strategien rechtsextremer Organisationen - Auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft

"Frauen in Bewegung - Rechte Frauen drängen in soziale Berufe. Die diplomierte Sozialarbeiterin Iris Niemeyer aus Rheine arbeitet in einem Kinder- und Jugendzentrum. Wegen ihrer NPD-Nähe löste ihr katholischer Arbeitgeber das Vertragsverhältnis auf. Ende 2007 gründete sie zusammen mit Sigrid Schüssler die Selbsthilfegruppe "Jeanne D." (Deutschland). Sigrid Schüssler betreibt als diplomierte Schauspielerin in Karlstein am Main das Theater Hollerbusch." (Speit, A. (2008): Strategien rechtsextremer Organisationen - Auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft, Power-Point-Präsentation)

 

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin - Verankerung von Frauen in Sozialarbeit

Iris Niemeyer

  • Diplom-Sozialarbeiterin

  • Bis 2007: Jugendclubleiterin

  • "Meine politische Haltung war meinen Kollegen nicht bewusst, ich hielt die Offenbarung meiner Einstellung auch nicht für notwendig." (Lehnert, E. (2009): Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

 

Gymnasium Augustinianum in Greven - Eine unterschätzte Gefahr

"Spiegel international (GB) zum Thema: Iris Niemeyer hat damit den Post- Feminismus begründet!"

"Die Behandlung von Frau Niemeyer ist in unserem Operettenstaat normal. Man läßt Parteien zu, die "anders" sind, damit man sie als schlechtes Beispiel hinstellen kann. Dabei wird leider vergessen, daß die NPD zugelassen ist, wie die SPD oder die CDU. Dann müßten eigentlich, wenn es nach Gefährdung geht, die Grünen verboten werden. Denn was die aus unserer Wirtschaft gemacht haben, schreit zum Himmel, aber alles unter dem Deckmäntelchen "Umweltschutz!" Also: Der Artikel 3 des seit dem 18. 7. 1990 erloschenen Grundgesetzes lautet: 1. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich (Manche sind eben gleicher, wie man täglich sieht!) 2. Männer und Frauen sind gleichberechtigt (Warum brauchen wir dann die "Frauenbeauftragten? Da hakt doch was, oder??). Und schließlich 3. Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner politischen oder religiösen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden! Also glatter Verstoß gegen das Grundgesetz. Weil das aber am o. g. Datum von Herrn US-Außenminister Baker in Paris im Beisein von Herrn Außenminister Genscher, der sofort eine Nachrichtensperre verhängt hat, aufgelöst wurde, turnt jeder im rechtsfreien Raum herum und legt alles so aus, wie es ihm in den Kram paßt! Aber: Der Art. 3 GG deckt sich, falls er nicht beachtet wird, mit dem Artikel 18 der UN-Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948. Außerdem sagt der Art. 23 Abs. 1 eindeutig: Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit! 
Da wurde gegen einen ganzen Sack voll Bestimmungen, z. T. internationale, denn die erloschene "BRD" hat diese UN-Resolution mit unterschrieben, vorsätzlich verstoßen. Aber das ist nur ein kleiner Teil dessen, was ich als Rechtssachverständiger über Völker- und Staatsrecht gelernt habe. Ich habe Frau Niemeyer geraten, sich meinen Anwalt zu nehmen und aufzuräumen. Meine Gesinnung geht niemanden etwas an - ich bin übrigens aus Überzeugung völlig parteilos - und wenn ich nicht in einem Kindergarten z. B. politischen Unterricht abhalte, dann hat mich mein Arbeitgeber gefälligst in Ruhe zu lassen. Deutschland muß noch viel lernen. Aber das kommt demnächst zwangsweise!" (Krohn, U. , 2009)

 

Der bürgerliche Anstrich

"Stella Hähnel brachte ihre Kinder einem alternativen Kinderzentrum unter und engagierte sich dort im Verein, ohne dass jemand von ihrer politischen Aktivität Kenntnis genommen hat. Als ihre Parteimitgliedschaft ans Licht kam, zog man dort Konsequenzen. Ebenso im katholischen Jugend Zentrum in Rheine – Mesum. Dort arbeitete die NPD Aktivistin Iris Niemeyer als Erzieherin. Nebenher engagiert sie sich jahrelang in der rechtsextremen Szene und ist nach wie vor Mitglied der NPD. Im Zentrum, das Jugendlichen demokratische Werte vermitteln will und wo ausländische Kinder ein - und ausgehen, wurde Frau Niemeyer sogar angeboten, sie weiter zu beschäftigen, falls sie sich von der Partei distanziere. Iris Niemeyer entschied sich für die NPD." (Trautmann, J. (2008): Der bürgerliche Anstrich)

 

Frauen in der rechtsextremen Szene

Frauen aus dem Umfeld der NPD organisieren sich zudem über lokale Initiativen und einzelne Projekte: So soll es seit 2007 eine NPD-nahe Frauengruppe im Kreis Düren geben (sog. „Freie Frauen"), die sich nach eigenen Angaben für Spendensammlungen ("für bedürftige Deutsche"), Spielplatzreinigungen oder Rechtsbeistand engagieren will. Ein anderes Beispiel ist die Gruppe „Jeanne D.": Die sog. „Selbsthilfegruppe für politisch verfolgte Frauen in Zeiten der BRD" wurde 2007 u. a. von Iris Niemeyer, NPD-Mitglied und RNF-Aktivistin aus Rheine, gegründet, die damit auf ihre fristlose Kündigung als Sozialarbeiterin in einem Jugendzentrum in Rheine reagierte. (Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW), Projekt "AufRecht", 2009)